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Kalligrafie

Wagnis Europa

Die zahlreichen Festakte, mit denen im Jubiläumsjahr 2014 in ganz Europa sowohl der kriegerischen Vergangenheit als auch des beeindruckenden Friedensprozesses nach 1945 gedacht wurde, sie alle konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Kontinent noch immer mit vielen Herausforderungen ringt: Wie viel politische Einheit wird von den Nationen mitgetragen? Welche Größe soll die EU annehmen, wie mit Zuwanderung umgehen? Auf welchem Weg können wirtschaftliche Stärke wie soziale Gerechtigkeit hergestellt und zugleich einem entfesselten Kapitalismus Einhalt geboten werden?

Kaum ein literarischer Text steht so für Europa wie Friedrich Schillers Ode „An die Freude“. Seine Vertonung durch Ludwig van Beethoven in der 9. Symphonie wurde zur offiziellen Europa-Hymne. In seinen im November 1785 in fröhlicher Runde hingeschriebenen Zeilen hat Schiller eine große Vision benannt, die bis heute bei jedem bedeutenden europäischen Anlass mitklingt.

Welch ungebrochene Anziehungskraft vom europäischen Gedanken ausgeht, das zeigt die Arbeit der Kalligrafin Karin Bauer. Ihre Werke waren schon in der British Library in London zu sehen, weitere Arbeiten befinden sich als Dauerleihgaben in der National Library of Russia sowie im Contemporary Museum of Calligraphy in Moskau.

Auf schwarzem Karton mit Acrylfarbe und Gouache hat die Schriftkünstlerin die Zeilen Schillers intelligent und eindrucksvoll gestaltet. Nur in einer kleinen irischen Minuskel-Schrift erscheint die Vision einer Welt, in der alle Menschen Brüder werden – ganz im Hinblick auf die europäische Wirklichkeit, in der soziale Ungleichheit eher zu- als abnimmt. Die farbliche Abstimmung mit komplementärem Ocker-Orange und Weiß bringt das tragende Wort zur vollen Leuchtkraft: Groß und im Zentrum, in Europablau, der Farbe, die für die Künstlerin für Hoffnung, Ruhe und Frieden steht, prangt „Elysium“, jenes sagenhafte Land der Seligen, für das Flüchtlinge Tag für Tag ihr Leben aufs Spiel setzen, um es zu erreichen.

Für die limitierte Edition wurde das Original gescant. Auf Fine-Art-Baryta-Papier von Hahnemühle wurden anschließend hochwertigste Prints erstellt, die in schlichtem schwarzem Eichenholz gerahmt sind.

Wagnis Europa, Fine Art Print, gerahmt, limitierte Auflage von
100 Exemplaren, 60 x 80 cm, Bestell-Nr. LIE002, Preis 495,- Euro

 

Wagnis Utopie

„Meine einfachen Worte riechen nach Mensch.“ Diesen Satz hat Hilde Domin einmal an den chilenischen Dichter Pablo Neruda geschrieben. Und in der Tat: Ganz ohne Pathos und Schnörkel gelingt es dieser Dichterin immer wieder, dem Leser berührend nahezukommen, indem sie schwerelos vom Gewicht gelebten Lebens erzählt. „Wer es könnte / die Welt / hochwerfen / dass der Wind / hindurchfährt“: Als diese Zeilen 1964 erscheinen, ist der Großteil der Bundesrepublik Deutschland noch immer bemüht, den Zweiten Weltkrieg sowie die verheerenden deutschen Verbrechen zu verdrängen. Gegen das Vergessen und gegen eine Welt, in der Menschen vor allem funktionieren müssen, setzt die Dichterin die Hoffnung stiftende Kraft der Poesie.

Gestaltet hat Hilde Domins Zeilen Jeannine Platz, deren Arbeiten bereits im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin zu sehen waren. Mit zarten Farben und einem behutsamen Auftrag der Schrift ist ihr eine federleicht anmutende Umsetzung gelungen. Jeannine Platz, die als Malerin großformatiger Ölbilder immer wieder stimmungsvolle Wolken- und Wasserszenerien einfängt und als Kalligrafin für Chanel, Montblanc und andere renommierte Unternehmen tätig ist, hat in diesem Werk ihre beiden Schwerpunkte vereint: Schrift und Hintergrund verschmelzen zu einem Bild, das den utopischen Wunsch Hilde Domins in seiner lichten Schönheit unterstreicht.

Für die limitierte Edition wurde das Originalbild mit seinen Acrylfarben auf Leinwand gescant. Anschließend wurden hochwertige Leinwanddrucke erstellt, welche die Farbstrukturen exzellent wiedergeben und auf Keilrahmen aufgezogen sind.

Wagnis Utopie, digitaler Leinwanddruck, limitierte Auflage von 100 Exemplaren, 80 x 60 cm, Bestell-Nr. LIE004, Preis 255,- Euro

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